15.09.2017

ISM | Eine Kurze Geschichte

2013 recherchierten die späteren Gründungsmitglieder des Institute for Sound & Music in Berlin zur Musik- und Clubkultur. Das Ergebnis: Bei den Bewohnern*innen, aber auch den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern der Stadt stand die audiovisuelle und elektronische Musikkultur – alles, was mit Sound zu tun hat – hoch im Kurs. Die Recherche zeigte aber auch, dass es tagsüber und unter der Woche zu wenige Angebote gab, um die unterschiedlichen Ausprägungen dieser Kultur und ihre Relevanz für die Stadt und ihre Bewohner*innen kennenzulernen und zu verstehen.

Unter dem Arbeitstitel „Berlin Museum of Sound“ entstand so eine Initiative, bei der sich die Macher fortan Klang als ganz- und nachhaltigem Medium widmeten und dabei nicht nur spezifische Genres in den Blick nehmen wollten – ein Thema, das auch für kommende Generationen relevant ist. Die Entscheidung für den Titel „Berlin Museum of Sound“ brachte das Team mit dem britischen Künstler und Komponisten Matthew Herbert in Kontakt, dessen eigene Initiative „Museum of Sound“ zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Jahren online war. Man kam ins Gespräch, ein erstes gemeinsames Projekt wurde geplant, bevor Herbert sich dem Berliner Projekt schließlich anschloss und dabei half, die Organisation als „Institute for Sound & Music“ (ISM) final zu definieren.

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In Gesprächen mit zahlreichen Protagonistinnen und Protagonisten der Berliner Szene für elektronische Musik und Sound ernteten die Initiatoren durchweg positives Feedback. Gleichzeitig begann das Team damit, Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten: Anfang 2015 startete eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter. Zwar wurde dieser Weg letztendlich wieder verworfen, die Kampagne lieferte aber wichtige Anhaltspunkte, wie man das Projekt tatsächlich in die Tat umsetzen könnte. Auch wenn die Community nach wie vor eine entscheidende Rolle spielen würde, mussten weitere Partner gefunden werden. 

Eine Erkenntnis, die gleichzeitig zu einem Strategiewechsel führte: Das Konzept des „Institute for Sound & Music“ sollte fortan in mehreren Etappen entwickelt und in die Tat umgesetzt werden, beginnend mit einer Reihe von Ausstellungen, bei denen die Grundprinzipien der Initiative im Mittelpunkt stehen würden: Sound, immersive Kunst und elektronische Musik. Dank zahlreicher neuer Mitglieder schärft sich seither die inhaltliche Ausrichtung weiter, das Netzwerk wächst. 

2016 fanden Gespräche mit dem Berliner Senat zum Thema Kulturförderung statt, mit der die erste der geplanten Ausstellungen finanziert werden sollte. Daraus entwickelten sich eine Zusammenarbeit mit den Berliner Festspielen, aber auch mit dem ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe, um die technische Ausstattung, die für eine solche Ausstellung mit Fokus auf Sound benötigt wird, zu definieren. Ebenfalls zu dieser Zeit begann die Zusammenarbeit mit der Berliner Pfadfinderei für die visuelle Umsetzung.

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Museum of Sound
Image Credit: Michael Tan

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ISM Brochure Planning
Image Credit: ISM 2016

Die erste jährliche Mitgliederversammlung fand im August 2016 statt, seit Januar 2017 ist das „Institute for Sound & Music“ (e. V.) ein offiziell eingetragener Verein. Innerhalb von wenigen Monaten konnte sich der Verein Fördergelder des Berliner Kofinanzierungsfonds und der Kulturstiftung des Bundes für die erste Ausstellung sichern. 

Dank dieser Förderung laufen die Vorbereitungen für eben diese Ausstellung und angeschlossene Konzert-Reihe nun auf Hochtouren. 

Termin: März/April 2018, im berliner Martin-Gropius-Bau.